Häufige Fragen
Klasse2000 ist ein bundesweites Unterrichtsprogramm zu Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention für Grund.- und Förderschulen. Das Programm stärkt die Gesundheits- und Lebenskompetenzen von Kindern im Grundschulalter. Das Programm kombiniert Unterrichtseinheiten der Lehrkräfte mit Impulsstunden durch speziell geschulte Fachkräfte, sog. Gesundheitsförderinnen. Von Klasse 1 bis 4 werden alle wichtigen Themen behandelt, die zum gesunden Leben gehören: Von Bewegung, Entspannung und Ernährung bis hin zur gewaltfreien Konfliktlösung und Nein-Sagen zu Tabak und Alkohol. Das Programm wird laufend aktualisiert.
Erfahren Sie mehr über den Ablauf und das Konzept des Unterrichtsprogramms.
Klasse2000 wirkt den Gesundheitsproblemen von Kindern durch Prävention und Gesundheitsförderung entgegen. Das Programm fördert frühzeitig einen gesunden Lebensstil durch Themen wie Ernährung, Bewegung und Entspannung. Gleichzeitig unterstützt es die Suchtprävention, indem Kinder lernen, mit Stress umzugehen, eigene Entscheidungen zu treffen und Risiken zu erkennen. In der Gewaltprävention werden soziale Kompetenzen wie Empathie, Konfliktfähigkeit und respektvolles Miteinander aufgebaut. Insgesamt hilft Klasse2000 Kindern, wichtige Lebenskompetenzen zu entwickeln und gesund aufzuwachsen.
Erfahren Sie mehr zu den Gesundheitsproblemen von Kindern und wie Klasse2000 dem entgegenwirkt.
Klasse2000 ist ein strukturiertes Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention in der Grundschule. Es begleitet Kinder von Klasse 1 bis 4, mit altersgerechten Materialien, festen Bausteinen und lässt sich gut in den Unterrichtsalltag integrieren. Pro Schuljahr finden ca. 12 Unterrichtseinheiten statt: Geschulte Fachkräfte (sog. Gesundheitsförderinnen) führen Impulsstunden (2 - 3 pro Schuljahr) durch, die Lehrkräfte mit erprobten Materialien im Unterricht vertiefen.
Während der Grundschulzeit werden in dem Prgramm folgende Themen behandelt: gesund essen und trinken, bewegen und entspannen, sich selbst mögen und Freunde haben, Probleme und Konflikte lösen sowie kritisch denken und Nein sagen, vor allem zu Tabak und Alkohol.
Regelmäßige Elemente des Programms können Lehrkräfte immer wieder in den Unterricht integrieren: Bewegungspausen, Entspannungsübungen, Kreisgespräche uvm.
Schulen und Lehrkräfte, die mit Klasse2000 arbeiten, profitieren von zahlreichen Vorteilen.
Klasse2000 wird über Spenden und Fördergelder finanziert, meist in Form von Patenschaften für einzelne Klassen. Der Patenschaftsbetrag liegt bei 280 € pro Klasse und Schuljahr (ab Schuljahr 2026/27). Damit werden die Unterrichtsmaterialien, die Impulsstunden durch geschulte Gesundheitsförderinnen sowie die Organisation des Programms abgedeckt. Patenschaften können zum Beispiel von Eltern, Unternehmen, Krankenkassen, Fördervereinen oder Service-Clubs übernommen werden. Träger von Klasse2000 ist ein gemeinnütziger Verein, die Spenden sind steuerlich absetzbar. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen empfiehlt Klasse2000 als förderungswürdige Institution (DZI Spenden-Siegel seit 2005).
Erfahren Sie mehr zur Finanzierung des Unterrichtsprogramms Klasse2000.
Damit eine Klasse mitmachen kann, benötigen wir zwei ausgefüllte Formulare:
- eine Klassenanmeldung
- eine Patenschaftserklärung (280 € pro Klasse und Schuljahr), mindestens für das 1. Jahr der Teilnahme.
Wir empfehlen eine Anmeldung im 1. Schuljahr bis zu den Weihnachtsferien. Dann bekommen Sie das Material spätestens bis Ende Februar und können starten. Bei späterer Anmeldung kommt auch das Material später bei Ihnen an.
Im 1. Schuljahr startet das Programm in der 2. Schuljahreshälfte, ab Februar. In Klasse 2-4 geht es nach den Sommerferien automatisch weiter.
Erfahren Sie mhr dazu, wie Sie Ihre Klasse für Klasse2000 anmelden können.
Ja, die Wirksamkeit von Klasse2000 ist durch mehrjährige Studien unabhängiger Forschungsinstitute belegt. Dabei wurden Kinder, die am Präventionsprogramm teilgenommen haben, mit Kindern ohne Teilnahme verglichen.
Die Ergebnisse zeigen im Grundschulalter eine günstigere Entwicklung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens. Zudem rauchen Klasse2000-Kinder in der 4. und 7. Klasse seltener und konsumieren weniger Alkohol. Auch in der 9. Klasse zeigt sich ein geringerer Konsum von Cannabis (Haschisch und Marihuana).
Wird das Programm vollständig umgesetzt, berichten Studien zusätzlich positive Effekte auf Lebensqualität, Selbstwert, Gesundheitsverhalten und Klassenklima.
Erfahren Sie mehr zur wissenschaftlichen Evaluation von Klasse2000.
Suchtprävention/ Suchtvorbeugung
Suchtvorbeugung bedeutet, Risiken für eine Abhängigkeit frühzeitig zu erkennen und gesunde Alternativen zu entwickeln. Eine zielgerichtete und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Suchtprävention leistet einen gesellschaftlichen Beitrag, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten, die gesellschaftlichen Kosten zu senken und die Lebensqualität des Einzelnen zu erhöhen. Suchtprävention umfasst Maßnahmen, die darauf abzielen, die Entstehung von Suchtverhalten zu verhindern. Prävention beginnt mit der Förderung von Lebenskompetenzen wie Selbstbewusstsein, Stressbewältigung und der Fähigkeit, gesunde Entscheidungen zu treffen. Das Ziel besteht darin, schädlichen Konsum, beispielsweise von Alkohol, Tabak, Cannabis oder digitalen Medien, zu vermeiden und die Fähigkeit zu stärken, „Nein“ zu sagen. Besonders bei Kindern ist präventives Handeln wichtig, da frühe Erfahrungen sie langfristig prägen.
Prävention beginnt bereits vor dem ersten Kontakt mit Suchtmitteln. Frühzeitige Suchtvorbeugung ist vielversprechend, da Kinder aufgrund ihrer Neugier besonders offen für neue Lerninhalte sind. In dieser Entwicklungsphase lassen sie sich für gesundheitsfördernde Verhaltensweisen begeistern und sensibilisieren. Durch den frühzeitigen Aufbau von Lebenskompetenzen und Sozialkompentenzen können sie besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen. Diese Grundlagen helfen Kindern dabei gesunde Entscheidungen zu treffen. So werden die Weichen für eine gesunde Entwicklung gestellt und das Risiko für spätere Sucht gesenkt.
Eltern können ihr Kind stärken und so vor Suchtverhalten schützen. Seien Sie ein gutes Vorbild: Leben Sie selbst einen bewussten Umgang mit Alkohol, Tabak oder digitalen Medien vor. Klare Regeln und offene Gespräche helfen Kindern, Risiken besser zu verstehen. Eltern stärken das Selbstbewusstsein und die Entscheidungsfähigkeit ihres Kindes, indem sie es ermutigen, eigene Meinungen zu vertreten und „Nein“ zu sagen. Ein abwechslungsreicher Alltag mit Hobbys, Bewegung und stabilen Beziehungen schafft zusätzliche Schutzfaktoren.
Lesen Sie mehr darüber in unerem Interview mit einer Suchttherapeutin: "Kinder gegen Suchtgefahren stärken – das können Eltern tun."
Am wirkungsvollsten ist Prävention, bevor Kinder und Jugendliche beginnen mit Tabak, Alkohol oder anderen Drogen zu experimentieren. Deshalb fördert das Grundschulprogramm Klasse2000 die Lebenskompetenzen der Kinder: Wer sich selbst kennt und mag, wer mit anderen gut auskommt, wer Probleme und Konflikte lösen kann, wer kritisch denkt und Gruppendruck widerstehen kann, der kann den Herausforderungen des Alltags begegnen und sie ohne Sucht und Gewalt meistern.
Alkohol und Zigaretten werden erst in der 4. Klasse zum Thema: Kinder erarbeiten sich Informationen dazu und üben, auch bei Gruppendruck Nein zu sagen.
Das sind die Unterrichtsinhalte von Klasse2000 in den einzelenen Jahrgangstufen.
Klasse2000 stärkt Kinder, indem es sie mit den nötigen Fertigkeiten ausstattet, um in kritischen Situationen „Nein“ zu Suchtmitteln zu sagen. Das Programm vermittelt frühzeitig wichtige Lebenskompetenzen. Die Kinder lernen, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken, wodurch sie weniger anfällig für äußeren Druck werden. Gleichzeitig erlernen sie gesunde Alternativen für den Umgang mit Stress, beispielsweise durch Bewegung, Entspannung oder kreative Aktivitäten.
Das Programm setzt auf eine positive und spielerische Vermittlung, um Kinder zu stärken, ohne Angst oder Verbote in den Vordergrund zu stellen. Durch die regelmäßige Einbindung der Inhalte in den Schulalltag über die vier Grundschuljahre, werden Kinder nachhaltig in ihrem Verhalten gestärkt und für kritische Situationen sensibilisiert.
Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung bedeutet, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit zu stärken und zu erhalten.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umfasst Gesundheitsförderung alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die Lebensbedingungen und Verhaltensweisen zu verbessern, die die Gesundheit positiv beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Stressbewältigung und der Schutz vor Krankheiten. Gesundheitsförderung setzt nicht nur bei Einzelpersonen an, sondern auch in der Gestaltung von Lebenswelten wie Schulen, Familien oder Arbeitsplätzen, um gesundheitsfördernde Strukturen zu schaffen.
In der Kindheit werden die Grundlagen für ein gesundes Leben gelegt. Die Grundschule ist dafür ein idealer Ort, denn hier kommen alle Kinder unanbhängig von ihrer Herkunft zusammen. Es handelt sich um eine prägende Phase im Leben von Kindern, in der sie grundlegende Verhaltensweisen und Gewohnheiten entwickeln. Gesundheitsförderung in diesem Alter legt den Grundstein für einen gesunden Lebensstil, indem Kinder erfahren, wie wichtig bspw. Bewegung, Ernährung und der Umgang mit Gefühlen sind. Sie werden dabei unterstützt, ihre körperlichen, emotionalen und sozialen Kompetenzen zu stärken. Zudem hilft frühzeitige Gesundheitsförderung, gesundheitlichen Problemen und riskanten Verhaltensweisen vorzubeugen, bevor sie entstehen.
Eltern spielen eine wichtige Rolle in der Gesundheitsförderung ihrer Kinder. Durch gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Bewegung und Spiele können sie gesunde Gewohnheiten fördern. Eltern sind Vorbilder: Kinder orientieren sich an ihrem Verhalten. Ein offenes Gesprächsklima zu Hause hilft dabei über Gefühle, Freundschaften oder Konflikte zu sprechen. Das stärkt das emotionale Wohlbefinden.
Grundschulkinder lernen durch das Programm, wie sie ihre Gesundheit in verschiedenen Bereichen stärken können. Dazu gehören Themen wie gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Stressbewältigung und der Umgang mit Gefühlen. Externe Fachkräfte gestalten spannende Impulsstunden, die durch praxisnahe Übungen ergänzt werden. Spielerisch und altersgerecht werden die Kinder dazu angeregt, gesunde Entscheidungen zu treffen und diese in ihrem Alltag umzusetzen. So wird ihre körperliche, emotionale und soziale Gesundheit nachhaltig gefördert.
In den Unterrichteinheiten von Klasse2000 werden zentrale Themen der Gesundheitsförderung in der Grundschule behandelt. Die Kinder lernen, was sie selbst tun können, damit es ihnen gut geht. Dazu gehören unter anderem gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie Entspannung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Selbstbewusstsein, Gefühlen und sozialem Lernen. Kinder üben, Konflikte fair zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen. Auch Sucht- und Gewaltprävention sind feste Bestandteile. Alle Inhalte sind altersgerecht aufgebaut und auf die Klassenstufen 1 bis 4 abgestimmt.
Gesundheitsförderung mit Klasse2000 lässt sich in den normalen Unterrichtsalltag integrieren. Das Programm ist so aufgebaut, dass die Inhalte in praxisnahen Einheiten vermittelt werden. Pro Schuljahr gibt es 2 bis 3 Impulsstunden durch externe Gesundheitsförderinnen, die mit Hilfe vorbereiteter Materialien durch Lehrkräfte ergänzt werden. Da die Themen zu den Lehrplänen passen, kann Gesundheitsförderung regelmäßig im Schulalltag umgesetzt werden.
Die Stunden der Gesundheitsförderinnen sind bei den Kindern sehr beliebt und erhöhen ihre Aufmerksamkeit für das Thema Gesundheit. Diese erhöhte Motivation können die Lehrkräfte für ihre eigenen Stunden nutzen. Durch die regelmäßigen Besuche werden die Lehrkräfte immer wieder daran erinnert, die Klasse2000-Stunden auch umzusetzen - ein großer Vorteil gegenüber Programmen, die nur mit Lehrerfortbildungen arbeiten.
Gewaltprävention
Gewaltprävention umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, gewalttätige Auseinandersetzungen sowie körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt zu verhindern. Das Ziel besteht darin, Konflikte ohne körperliche oder verbale Gewalt zu lösen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Dazu gehören beispielsweise das Training sozialer Kompetenzen, der Umgang mit Gefühlen, das Erkennen von Grenzen sowie das Stärken von Empathie und Teamfähigkeit. In der Schule bedeutet Gewaltprävention unter anderem, ein positives Klassenklima zu schaffen und Kinder dabei zu unterstützen, Streit fair und friedlich zu klären.
Gewaltprävention ist schon in der Grundschule wichtig, weil Kinder in diesem Alter grundlegende soziale Verhaltensweisen entwickeln. Sie lernen, wie man mit Konflikten, Frust oder Streit umgeht. Frühzeitige Gewaltprävention hilft dabei, aggressives Verhalten zu vermeiden und stattdessen Empathie, Respekt und gewaltfreie Kommunikation zu stärken. Ein positives Klassenklima schützt Kinder vor Ausgrenzung und Mobbing und unterstützt ein sicheres Lernumfeld. Je früher Kinder faire Konfliktlösungen üben, desto nachhaltiger wirken diese Fähigkeiten im weiteren Leben.
Schulen können Gewalt und Mobbing wirksam vorbeugen, indem sie frühzeitig soziale Kompetenzen fördern und ein respektvolles Miteinander im Schulalltag stärken. Wichtig sind klare Regeln für den Umgang miteinander, regelmäßige Gespräche über Gefühle und Konflikte sowie die Stärkung von Empathie und Teamfähigkeit. Lehrkräfte sollten Konflikte früh erkennen und konsequent ansprechen. Auch ein positives Klassenklima, gemeinsame Projekte und die Zusammenarbeit mit Eltern uhelfen, Ausgrenzung und Gewalt vorzubeugen.
Eltern können viel zur Gewaltprävention beitragen, indem sie ihrem Kind Werte wie Respekt, Empathie und Fairness vermitteln. Wichtig sind offene Gespräche über Konflikte, Freundschaften und Gefühle, damit Kinder lernen, Probleme früh anzusprechen. Eltern sollten aufmerksam sein, wenn ihr Kind von Streit oder Ausgrenzung berichtet, und gemeinsam nach Lösungen suchen. Auch klare Regeln für einen gewaltfreien Umgang zu Hause sowie ein gutes Vorbild im eigenen Verhalten stärken Kinder. Die Zusammenarbeit mit Lehrkräften und der Schule hilft zusätzlich, Gewalt und Mobbing frühzeitig vorzubeugen.
Klasse2000 unterstützt Kinder dabei, Konflikte gewaltfrei zu lösen, indem es gezielt soziale Kompetenzen stärkt. Die Kinder lernen, eigene Gefühle wahrzunehmen, klar auszudrücken und die Perspektive anderer zu verstehen. In altersgerechten Übungen und Rollenspielen trainieren sie faire Streitlösungen und üben, ruhig zu bleiben, zuzuhören und Kompromisse zu finden. Klare Gesprächsregeln und konkrete Handlungsstrategien helfen ihnen, Konflikte im Schulalltag selbstständig und respektvoll zu klären. So wird ein positives und gewaltfreies Klassenklima gefördert.