Kindergesundheit in Deutschland

Der überwiegende Teil der Kinder in Deutschland ist gesund. Dennoch gibt es besorgniserregende Tendenzen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Dies ist das Ergebnis des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS).

Er schloss 2008 durch eine breite repräsentative Studie erstmals Informationslücken über den Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen.  

In Deutschland lebten im Jahr 2011 6,7 Millionen Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahren.

• 10,9 % der 12- bis 17-Jährigen trinken regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) Alkohol. 14,1 % der 12- bis 17Jährigen praktizieren mindestens einmal im Monat Rauschtrinken (Konsum großer Alkoholmengen bei einer Gelegenheit)1

• 9,6 % der 12- bis 17-Jährigen rauchen (BZgA Studie, 2015)1

• 15 % aller Kinder im Grundschulalter sind übergewichtig, 6,4 % so stark, dass das Übergewicht als Krankheit betrachtet und behandelt werden muss (KIGGS-Studie, 2007)2.

• Mehr als 20 % aller Kinder und Jugendlichen im Alter von 7-17 Jahren zeigen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten. Am häufigsten sind Störungen des Sozialverhaltens, Ängste und Depressionen (KIGGS-Studie, 2007)2.

Als besonders wichtiges Thema der Gesundheitsförderung identifizierte die KiGGS-Studie die „Verbreitung eines gesundheitsfördernden Lebensstils bei Eltern, Kindern und Lehrerinnen und Lehrern sowie Multiplikatoren im Freizeitbereich (Nichtrauchen, Umgang mit Alkohol, Ernährung, Bewegung und Stressregulation)“. Genau hier ist Klasse2000 aktiv. 

  1. Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2015)
  2. Ravens-Sieberer, U., Wille, N., Bettge, S. & Erhart, M. (2007): Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisse aus der BELLA-Studie im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS). Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 50 (5-6), 871-878